{"id":223,"date":"2008-08-05T10:34:26","date_gmt":"2008-08-05T10:34:26","guid":{"rendered":"http:\/\/fan-projekt-nuernberg.de\/?p=223"},"modified":"2008-08-05T10:34:26","modified_gmt":"2008-08-05T10:34:26","slug":"erfreuliche-nachricht-fur-die-fan-projekte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fanprojekt-nuernberg.de\/?p=223","title":{"rendered":"Erfreuliche Nachricht f\u00fcr die Fan-Projekte"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/fan-projekt-nuernberg.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/kos.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"160\" \/>Dienstag, den 05. August 2008<\/p>\n<p>Die am 1. Juli 2008 ge\u00e4nderten Richtlinien zur F\u00f6rderung der Fan-Projekte<br \/>\nbeinhalten zwei elementare \u00c4nderungen. Das Pr\u00e4sidium des Deutschen Fu\u00dfball-Bundes<br \/>\nhat entschieden, die Fan-Projekte spielklassenunabh\u00e4ngig mit<br \/>\nbis zu 60.000 Euro pro Spielzeit zu bezuschussen.<\/p>\n<p><!--more-->Au\u00dferdem entf\u00e4llt die Staffelung der F\u00f6rderbetr\u00e4ge nach Ligazugeh\u00f6rigkeit. Voraussetzung ist nach wie vor die Beteiligung von Kommune und Bundesland, an deren Beitrag sich die Bezuschussung des DFB bzw. der DFL (in der 1. und 2. Liga) ausrichtet. Mit den aktuell ge\u00e4nderten gemeinsamen Richtlinien zur F\u00f6rderung der Fan-Projekte unterstreichen DFB und DFL die Wertsch\u00e4tzung der sozialen Arbeit mit Fu\u00dfballfans. Das erm\u00f6glicht nun potenziell bessere materielle Voraussetzungen f\u00fcr die engagierte T\u00e4tigkeit der inzwischen 40 Fan-Projekte, die nach den Richtlinien des Nationalen Konzepts Sport und Sicherheit (NKSS) arbeiten.<\/p>\n<p>Dieser aus unserer Sicht sehr erfreulichen \u00c4nderung vorausgegangen war u. a. auch eine gemeinsame Arbeitsgruppe von DFB, DFL und der KOS. Somit folgte man auch unseren langj\u00e4hrigen Beratungen und Empfehlungen. Schlie\u00dflich waren die maximalen F\u00f6rdersummen f\u00fcr Fan-Projekte seit 1993 unver\u00e4ndert geblieben und dementsprechend allein eine Anpassung an gestiegene Personal- und Materialkosten mehr als gerechtfertigt \u2013 vom Inflationsausgleich ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Die H\u00f6chstf\u00f6rdersummen sind in ihrer Entstehung eine \u201eErfindung\u201c der Verb\u00e4nde, bzw. des DFB &#8211; die DFL gibt es seit 2000. Die einzige Zahl, die 1993 im Nationalen Konzept Sport und Sicherheit empfohlen wurde, waren maximal 300.000 DM (j\u00e4hrlich) f\u00fcr ein Fan-Projekt in der 1. Bundesliga. In der Weiterentwicklung der im NKSS beschriebenen Aufgaben entwickelten DFB und DFL die nun nicht mehr existenten Maximalf\u00f6rdersummen nach Ligazugeh\u00f6rigkeit, mit einer Abstufung zwischen Erster, Zweiter und den darunter liegenden Ligen. Fast alle anderen F\u00f6rderpartner der Projekte hielten sich an diese Grenzen. Bei einer Neueinrichtung eines Projektes in der Regionalliga wie Wuppertal (2006) hatte das seinerzeit zum Beispiel bedeutet, dass die 25.565 Euro (damalige maximale F\u00f6rderung des DFB) den beiden anderen Partner der Drittelfinanzierung, Stadt und Kommune die Entscheidung sehr leicht machten. Doch mit 75.000 kann man allerh\u00f6chstens eine Personalstelle schaffen, was anerkannterweise zu wenig ist f\u00fcr ein Fan-Projekt, welches seine Wirkungen in einer Fanszene mit relevanter Gr\u00f6\u00dfe erzielen soll. Seit diesem Sommer stehen nun als Drittel von DFB \/ DFL bis zu 60.000 Euro zur Debatte \u2013 Kommunen und Bundesl\u00e4nder werden nun neu \u00fcberlegen, was ihnen diese wertvolle gesellschaftliche Arbeit wert ist.<\/p>\n<p>F\u00f6rderung nicht mehr an Ligazugeh\u00f6rigkeit gebunden<\/p>\n<p>Auch die Aufhebung der Ligastaffelung war die logische Konsequenz aller Expertisen. Nun ist seitens DFB und der DFL keine automatische Reduzierung der F\u00f6rderungen vorgesehen, wenn ein Verein, um dessen Fanszene sich ein Fan-Projekt k\u00fcmmert, absteigt. Schlie\u00dflich h\u00e4ngt der Fanbetreuungsbedarf nicht vom sportlichen Erfolg des Bezugsvereins ab. Zuvor musste ein Fan-Projekt, wie beispielsweise das Dresdner, das sich um einen \u201ebundesligareifen\u201c Anhang zu k\u00fcmmern hat, mit einem Etat von 90.000 Euro auskommen. Nun w\u00e4re potenziell eine F\u00f6rderung mit 180.000 Euro m\u00f6glich, unter der Voraussetzung, dass die \u00f6ffentliche Hand mitzieht.<\/p>\n<p>Noch sind die meisten Fan-Projekte nicht so ausgestattet, wie es die Empfehlung im Nationalen Konzept Sport und Sicherheit von 1993 eigentlich vorsieht. So entspricht zum Beispiel der Etat der Projekte in Frankfurt, N\u00fcrnberg oder auch Gelsenkirchen in Anbetracht der Gr\u00f6\u00dfe der jeweiligen Fanszenen nicht den daraus erwachsenden Aufgaben.<\/p>\n<p>Doch das starke Bekenntnis des Fu\u00dfballs (s.o.) zum NKSS und zur Arbeit der vereinsunabh\u00e4ngigen Fan-Projekte wird hoffentlich auch ein Signal an die Kommunen und L\u00e4nder sein, ihre Beitr\u00e4ge weiter auszubauen. Einrichtungen der Fan-Projekte, Fanl\u00e4den oder Fanh\u00e4user z\u00e4hlen in den entsprechenden Orten schon jetzt zu den gr\u00f6\u00dften Jugendh\u00e4usern der St\u00e4dte und leisten einen wichtigen Beitrag zur Jugendsozialarbeit. Das Prinzip der Drittelfinanzierung und die Vereinsunabh\u00e4ngigkeit der Fan-Projekte beruht auf der Einsicht, dass \u00fcber den Fu\u00dfball auch Jugendliche erreicht werden, die durch die sonstigen Angebote der Jugendhilfe nicht angesprochen werden. Zudem wird in diesem speziellen System der \u00f6ffentlichen Jugendhilfe jeder Euro der Steuerzahler durch 50 Cent aus dem F\u00f6rdertopf der Fu\u00dfballverb\u00e4nde erg\u00e4nzt. Die sich daraus ergebene Summe bel\u00e4uft sich j\u00e4hrlich f\u00fcr DFB\/DFL auf \u00fcber eine Million Euro.<\/p>\n<p>Die KOS m\u00f6chte sich auf diesem Wege, auch im Namen aller Fan-Projekte, f\u00fcr die F\u00f6rderreform des DFB\/DFL bedanken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, den 05. 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